Faschismus schööön!

Faschismus und Kunst

opablog

Wer beim Wort „Faschismus“ nur „Nationalsozialismus“ und „Holocaust“ denken kann, dem entgeht Vieles, so auch die ästhetischen Offenbarungen, die der Faschismus bereithält. Da lohnt es, die Film- und Fotofaschistin Riefenstahl zu fragen, auch wenn sie, nach eigener Beteuerung, niemals Naziideologie vertreten hat.

Zwar wird man dem Menschen in der Nazikunst nicht begegnen, wohl aber Heroen, vorzeitigen Dopinghelden; von brutaler Kraft und vom Siegeswillen geschwellt, daneben ausladende, Heide-, Gebär- und Milchdunst  verströmende Weiber . Die Schauplätze sind eine Mixtur aus Wagnerscher Festspielszene und Nürnberger Reichswalstatt. Aber auch all die Nichtse, die vor der Kultfigur verblassen, finden ihr ästhetisches Dasein; zu tausenden oder zehntausenden aufexerziert, mit Fackel ohne Fackel, mit Gebrüll ohne Gebrüll werden sie zur schaurig imponierenden Gestalt.

Riefenstahl hat die Technologien dieses Ästhetischen auf die Spitze getrieben und der Menschheit ins Bildgedächtnis gebrannt. 1945 war zwar Ende des Gigantismus aber für eine wendige Faschistin noch lange nicht Schluß. Bevor sie…

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