Anarchistische Vordenker

Aus Liebe zur Freiheit

Zwei neue Bücher über anarchistische Aktivisten am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts sind soeben erschienen: Eine „Ungeschriebene Autobiografie“ des Italieners Errico Malatesta und der zweite Band „Ausgewählte Schriften“ des Deutschen Gustav Landauer.

Mich hat die Lektüre vor allem deshalb interessiert, weil ich mich bisher mit dem Einfluss von Frauen auf den frühen Anarchismus (um die Mitte des 19. Jahrhunderts) beschäftigt habe, der relativ groß war. Hat das Spuren hinterlassen? Immerhin stellt der Anarchismus ja einen wesentlichen Aspekt patriarchaler Politik, nämlich „Vater Staat“, in Frage und setzt auf kulturelle Veränderungen, die im Konkreten, in der Praxis, in der Neuorganisation von Beziehungen liegen.

Dennoch repräsentieren sowohl Malatesta als auch Landauer einen wesentlich „männlichen“ Gestus der Politik: das kämpferische Pathos der „revolutionären Tat“ der eine, das Formulieren politischer Prinzipien, die vor allem auf polemischer Kritik an den Gegnern beruhen, der andere.

Errico Malatesta (1853-1932) widmete sein ganzes Leben der Revolution…

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